In einer Umfrage der FAZ vom Dezember 2017 gehen die Ökonomen der wichtigsten Banken von einer moderaten Zinssteigerung in 2018 aus. Während man damit rechnen kann, dass die FED ihre Leitzinsen im kommenden Jahr wieder behutsam erhöhen wird, erwarten die meisten Kreditinstitute, dass sich auf dem deutschen Markt kaum etwas bewegen wird. Die Commerzbank geht beispielsweise von nochmals einer 6 monatigen Verlängerung der Anleihekäufe aus, die eine weitere Null-Runde der Zinsen nach sich zieht. Ganz anders sieht das die Neue Zürcher Zeitung, die vor einem Kollaps der deutschen Wirtschaft warnt. Sie sieht die deutschen Konjunkturprognosen als zu optimistisch an und folgert, dass das unterstellte weitere Wachstum zu Fehlern bei Investitionsentscheidungen führen wird. Zudem könnte die Stimmung schnell umschlagen, weil politische Themen, die nicht eingepreist sind, auf die Agenda kommen.

Wir sehen ein moderates Wachstum bei leicht ansteigendem Zinsniveau und einen abflauenden aber stabilen Immobilienmarkt. Wir sehen weiterhin restriktive Kreditvergaben der Banken, da in 2018 Basel III umgesetzt werden wird. Wir erwarten allerdings auch Wachstum am Kapitalmarkt für mittelständische Unternehmen, die sich auf diese Weise finanzieren werden, insbesondere auf den Feldern Private Bonds und Schuldscheindarlehen. Der Markt ist für solche Instrumente bei dem fast unveränderten Zinsniveau noch aufnahmebereiter geworden.

Wir wünschen allen Lesern ein gutes neues Jahr 2018!