Nachdem die EZB am 24. Januar 2019 verkündet hat, die Zinsen bei 0 Prozent zu belassen, ist auch dieses Jahr nicht damit zu rechnen, dass die früher so beliebte Bundesanleihe wieder an Attraktivität gewinnt.

Ganz anders verhält es sich mit Unternehmensanleihen. Nachdem die Marktbereinigung abgeschlossen ist, gibt es auf dem Anleihemarkt wieder genügend Interessenten, um eine Platzierung umsetzen zu können. Bei einem durchschnittlichen Zinssatz von ca. 5 % p.a. ist das Ausfallrisiko für Hochzinsanleihen inzwischen unterhalb des langjährigen Mittelwertes gesunken. Während der Finanzkrise 2008 bis 2011 lag das Ausfallrisiko weltweit bei 14 %, heute bei unter 6 %. „Die Unternehmen, die heute mit Anleihen an den Kapitalmarkt gehen, sind durch ihre Berater deutlich besser vorbereitet“, so Günter Jucho, Verwaltungsrat der JCC AG.

Das Thema Unternehmensanleihen war auch Gegenstand einer Diskussionsrunde auf dem World Economic Forum in Davos, dort aus der Sicht der USA betrachtet. Ähnlich wie in der DACH-Region, sind etwa ein Viertel der Zeichner ausländische Investoren, danach folgen Investmentfonds, Versicherungen und Pensionskassen.